Hohltaubenschutz

Hohltauben sind „klassische“ Folgebewohner von Schwarzspechthöhlen in alten Laubwäldern, Baumhecken oder Feldgehölzen. Sie siedeln gerne kolonieartig und bevorzugen daher Gehölze mit Höhlenzentren, d.h. einer größeren Anzahl benachbarter Althöhlen. Ihr Bielefelder Bestand wird für 1986-88 mit ca. 9-13 Paaren angegeben („Bielefeld-Atlas“), für 1989-94 mit 6-9 („Westfalen-Atlas“) und für 2005-09 sehr hoch mit ca. 61-196 (vermutlich überschätzt). I. Hahn beschreibt im NABU-Jahresheft 10/1998-99 die Anfänge des NABU-Projekts zum Schutz der Hohltaube durch Aufhängen geeigneter Nisthilfen, um den Mangel an Höhlen und den unzureichenden Höhlenbaumschutz zumindest teilweise zu kompensieren. Das Projekt wurde allerdings nur wenige Jahre verfolgt und verdient es, wieder aufgegriffen zu werden, da der Schutz von Höhlen- und Horstbäumen in Bielefeld trotz eindeutiger Rechtslage nach wie vor unzureichend ist (vgl. hierzu die NABU-Position zu einer naturnahen Waldwirtschaft in Bielefeld).

 Hohltaube (Foto: A. Schäfferling)