An dieser Stelle stellt Andreas Schäfferling jeden Monat ein interessantes Bild vor.

Bild des Monats September 2018

Mornellregenpfeifer Eikeloh September 2018
Mornellregenpfeifer Eikeloh September 2018

Im hohen Norden Eurasiens brütet der Mornellregenpfeifer. Seine Überwinterungsquartiere findet er diesseits der Sahara in Nordafrika. In breiter Front wird  Mitteleuropa überquert. Dabei verhalten sich die unscheinbaren Vögel sehr unauffällig und werden nur selten beobachtet. Sie rasten auf abgeernteten, steinigen  Ackerflächen, die der vegetationsarmen Landschaft des Brutgebietes recht ähnlich sehen. Gegen Ende August bis Anfang September werden traditionelle Rastplätze im Raum Soest regelmäßig angeflogen und einigen unermüdlichen Vogelbeobachtern gelingt es immer wieder, die gut getarnten Vögel in den unendlichen Weiten der Agrarsteppe zu entdecken.  

 

Bild des Monats August 2018

Braune Dickkopffliege - Bielefeld Theesen Juli 2018
Braune Dickkopffliege - Bielefeld Theesen Juli 2018

Die Braune Dickkopffliege (Myopa buccata) findet man von Mai bis September an Waldrändern, Wiesen oder in naturnahen Gärten. Das skurril aussehende Insekt ernährt sich von Nektar oder Honigtau. Die Larven dagegen leben parasitisch. Dickkopffliegen-Weibchen vollbringen dazu das Kunststück, die befruchteten Eier an vorbeifliegende Hummeln zu heften. Die „bedauernswerte“ Hummel endet als Nahrung der geschlüpften Larven.  

 

Bild des Monats Juli 2018

Schwimmlaichkraut-Schilfkäfer - Bielefeld-Theesen Juli 2018
Schwimmlaichkraut-Schilfkäfer - Bielefeld-Theesen Juli 2018

Als Unterfamilie der Blattkäfer haben  die Schilfkäfer es gern feucht, denn sie bevorzugen Ufer- und Wasserpflanzen als Nahrungsquelle. Die Larven des Schwimmlaichkraut-Schilfkäfers leben und fressen  in den unter Wasser befindlichen Teilen des Schwimmenden Laichkrauts. Dabei nutzen sie die luftführenden Gefäße der Pflanze zur Sauerstoffversorgung. Die geschlüpften Käfer sitzen oft auf den Schwimmblättern, wo die nur etwa 10 mm großen Tiere trotz ihrer schillernden Grüntöne leicht übersehen werden. 

 

Bild des Monats Juni 2018

Bekassine - Dümmer Ochsenmoor Mai 2018
Bekassine - Dümmer Ochsenmoor Mai 2018

Im Rahmen „legaler“ Jagd wurden in 17 Ländern der Europäischen Union im Jagdjahr 2014/15 nach vorsichtigen Schätzungen 205 000 Bekassinen getötet.

Warum eigentlich?

 

In Deutschland ist die Bekassine vom Aussterben bedroht!

Bild des Monats Mai 2018

Schillerwanze - Bielefeld-Theesen Mai 2018
Schillerwanze - Bielefeld-Theesen Mai 2018

Die Schillerwanze, die auch als „Dunkler Dickwanst bezeichnet wird, ist in Mitteleuropa verbreitet,  in Norddeutschland aber deutlich seltener als im Süden. Mit dem kupferfarbenen Schildchen (Scutellum) sieht sie hübsch aus. Man findet die Art bevorzugt an Lippenblütlern wie etwa der Weißen Taubnessel.

 

Bild des Monats April 2018

Tüpfelsumpfhuhn - Enger Bruch März 2018
Tüpfelsumpfhuhn - Enger Bruch März 2018

Im Enger Bruch hielt sich von Ende März bis mindestens Anfang April 2018 ein Tüpfelsumpfhuhn auf. Die noch spärliche Vegetation bot die seltene Gelegenheit, die ansonsten beinahe unsichtbare Vogelart zu bewundern. Viele Vogelbeobachter reisten an, aber nicht immer hatte man das Glück, den heimlichen Vogel auch zu entdecken. Dieses Foto zeigt einen solchen Glücksfall. 

Mit großer Wahrscheinlichkeit handelt es sich bei dem Engeraner Exemplar um einen Durchzügler, denn das Tüpfelsumpfhuhn ist in Nordrhein-Westfalen ein sehr seltener Brutvogel, z. B. in den Rieselfeldern Münster. 

Bild des Monats März 2018

Raubwürger - Oppenweher Moor Februar 2012 
Raubwürger - Oppenweher Moor Februar 2012 

Der Raubwürger ist in Deutschland ein sehr seltener Brutvogel.  Im Winter allerdings erscheint er regelmäßig bei uns, zum Beispiel in den Rieselfeldern Münster. Auch im Großen Torfmoor, im Oppenweher Moor oder im Rehdener Geestmoor hat man gute Chancen, die interessante Art auf einer Baum- oder Buschspitze zu entdecken. Da Insekten in dieser Jahreszeit kaum verfügbar sind, werden meist Mäuse oder Kleinvögel erbeutet. Das ist für den amselgroßen Vogel eine beachtliche Leistung!                        

 

Bild des Monats Februar 2018

Hausrotschwanz - Bielefeld CITEC-Gelände Februar 2018
Hausrotschwanz - Bielefeld CITEC-Gelände Februar 2018

Hausrotschwänze sind Kurz- und Mittelstreckenzieher, einzelne Individuen überwintern sogar in Mitteleuropa. Deshalb ist es nicht ungewöhnlich, wenn dieser Hausrotschwanz bereits im Februar bei uns zu beobachten ist. Von seinem Ansitz hält er Ausschau nach Insekten und anderen Wirbellosen. An kalten Wintertagen ist das oft schwierig, er kann aber im Notfall auch auf Beeren ausweichen. Deshalb ist es wohl auch kein Zufall, dass das abgebildete Männchen sich in der Nähe von Schneeballsträuchern aufhält, die auch im späten Winter noch Früchte tragen.  

Bild des Monats Januar 2018

Lachmöwe - Bielefeld Obersee Februar 2014
Lachmöwe - Bielefeld Obersee Februar 2014

Am Bielefelder Obersee überwintern alljährlich zahlreiche Lachmöwen. In dieser Zeit tragen sie ihr Schlichtkleid. Das Prachtkleid mit dem  braunschwarzen Kopf entwickelt sich bei den Vögeln erst  im zweiten Lebensjahr. Der Kleiderwechsel erfolgt mit dem endenden Winter und kann somit als Vorbote des Frühlings gedeutet werden. Da muss man sich also noch etwas gedulden... 

 

Bild des Monats Dezember 2017

Zwergschwan - Estland April 2017
Zwergschwan - Estland April 2017

Sensationell für den Bielefelder Obersee war der Besuch von 21 Zwergschwänen, die am Nachmittag des  11. Dezembers beobachtet wurden.  Sie verbrachten die Nacht auf dem Gewässer, um am Morgen des nächsten Tages ihre Reise fortzusetzen. Nach dem Singschwan im November nun also die etwas kleinere Verwandschaft als Bild des Monats Dezember. Eine gute Gelegenheit, sich den entscheidenden Unterschied zu merken:  

 

Zwergschwan: wenig Gelb am Schnabel -- Singschwan: Viel Gelb am Schnabel   

 

Bild des Monats November 2017

Singschwan - Bielefeld 2016
Singschwan - Bielefeld 2016

Mit einem Gewicht von bis zu 15 kg gehören die männlichen Singschwäne zu den schwersten flugfähigen Vögeln.  Ab Ende Oktober erreichen die beeindruckenden Tiere ihre deutschen Winterquartiere und könne in unserer Region bevorzugt in den Weserauen nördlich des Wiehengebirges entdeckt werden. Außerdem war der Bielefelder Obersee in den letzten Jahren eine gute Adresse für die Verwandten des Höckerschwans.  Allerdings handelte es sich in diesen Fällen wohl um Gefangenschaftsflüchtlinge, die sich bei geringer Fluchtdistanz wunderbar betrachten und fotografieren ließen.

Bild des Monats Oktober 2017

Igel - Bielefeld-Theesen November 2012
Igel - Bielefeld-Theesen November 2012

Im Oktober geht es für die Igel vor allem darum, Fettreserven für die Winterruhe anzulegen. 

Wer die symparthischen Stacheltiere dabei unterstützen will, duldet Wildwuchs in seinem Garten und verzichtet auf Schneckenkorn und andere Giftstoffe.  Laub- und Reisighaufen, Wildkräuter und Totholz nutzen auch dem Igel. Hecken und einheimische Sträucher sind die besten Grundstücksbegrenzungen,  Zäune sollten auf jeden Fall durchlässig für Igel sein.

Auch kleine Igel haben gute Überlebenschancen, wenn man sie draußen überwintern lässt. Lediglich sichtbar verletzte oder kranke Tiere kann man zum Tierarzt und ggf. zu einer Igelstation bringen.

Bild des Monats September 2017

Amerikanische Zapfenwanze - Bielefeld-Theesen  Okt. 2016
Amerikanische Zapfenwanze - Bielefeld-Theesen Okt. 2016

Eine echte Neubürgerin ist die die Amerikanische Kiefern- oder Zapfenwanze, die in Europa erstmalig 1999 in Norditalien nachgewiesen wurde. Über die Schweiz (2002), Österreich (2005) und Deutschland (2006) hat sie inzwischen Norwegen (2009) erreicht. Auch in Bielefeld kann man die zwei Zentimeter große und hübsch gezeichnete Art bewundern, die gern an den Samen und Blüten von Nadelbäumen saugt. Glücklicherweise gelten die eingewanderten Insekten als unschädlich und sind wie die meisten Wanzen für Menschen harmlos.

 

Bild des Monats August 2017

Junger Mauersegler Bielefeld-Theesen Juli 2017
Junger Mauersegler Bielefeld-Theesen Juli 2017

 

 

Auf Wiedersehen im nächsten Jahr!  

Bereits Ende August beginnt der Rückzug der Mauersegler, die im südlichen Afrika überwintern.

Die Jungvögel erobern den Luftraum und haben erst wieder festen Boden unter den Füßen, wenn sie zum ersten Mal brüten, bzw. das Nest herrichten. Da dies beim Mauersegler erst im Alter von vier Jahren beginnt, kann der abgebildete Jungvogel sich also nun auf eine lange Zeit des ungebundenen Luftlebens freuen. Wenn er wüsste, wie dramatisch die Zahl der Fluginsekten abnimmt, müsste er sich allerdings Sorgen machen…     

Bild des Monats Juli 2017

Eichelhäher - BI-Theesen Juli 2017
Eichelhäher - BI-Theesen Juli 2017

"Jüngere Eichelhäher schmecken recht gut. Bei diesen kann man mit dem Daumen leicht den Schädel eindrücken, was bei Altvögeln nicht ohne weiteres gelingt.“  Diese Aussage findet man in einem Informationstext des Niederösterreichischen Landesjagdverbands  zum Eichelhäher. Weiter heißt es: „Die erlegten Jungvögel landen auf den Teller, die Altvögel bekommt der Hund.“

 

Na dann: Guten Appetit!

Bild des Monats Juni 2017

Neuntöter - Windheim Mai 2017
Neuntöter - Windheim Mai 2017

Wenn der Neuntöter mehr Insekten erbeutet als aktuell erforderlich, betreibt er Vorratshaltung, indem er seinen Fang auf Dornen aufspießt.  Diese Angewohnheit macht ihn  zum  „Neuntöter“, auch wenn es manchmal nur sechs oder sieben Beutetiere sind, die auf diese Weise enden. 

Leider kann man dieses interessante Verhalten nur noch selten beobachten, denn in der weitgehend ausgeräumten Landschaft sind Insekten, und damit auch Neuntöter selten geworden. In Bielefeld gibt es aktuell wohl keine Bruten, obwohl das Beckendorfer Mühlenbachtal oder die Johannisbachaue in früheren Jahren besiedelt waren.

 

Steuerlich absetzbar!
Steuerlich absetzbar!

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