Schutz weiterer Gebäudebrüter und Fledermäuse

Sonstige Nistkastenaktionen

Nicht nur für Mehlschwalben, Schleiereulen oder Turmfalken bieten menschliche Häuser unersetzliche Brutplätze. Auch andere Gebäudebrüter sind essentiell auf Höhlen und Nischen in Häusern als Quartiere und Revierzentren angewiesen, etwa Mauersegler, Haussperlinge, Hausrotschwänze, Bachstelzen oder Dohlen. Dasselbe gilt für nahezu 10 Fledermausarten in Bielefeld. Zunehmend fehlen geeignete Quartiere in modernen oder modernisierten Gebäuden, und das uralte Vogelschutzthema „Nistkästen“ kommt daher wieder verstärkt zu neuen Ehren.

 

In seinem „Artenschutzhaus“, dem Vereinshaus des NABU Bielefeld, zeigt der NABU viele Möglichkeiten, wie und wo solche Quartiere geschaffen werden können, z.B. bei Gebäudesanierungen. Das Artenschutzhaus wird im NABU-Jahresheft 13/2012-2013 (S. 77ff) detailliert vorgestellt. Bei rechtzeitiger Planung sind viele Optionen mit relativ geringem Aufwand realisierbar. Der NABU hält vielfältiges Informationsmaterial zum Thema bereit und berät Interessenten gern. Auch Sammelbestellungen von Nisthilfen sind möglich.

 

In einer Werbekampagne bot unser Vereinsvorsitzender, Malermeister D. Wegener, seinen Kunden an, Mauerseglerkästen bei Fassadenrenovierungen anzubringen. Mit solchen Kästen und dem Anlocken von Brutvögeln durch Abspielen ihrer Rufe liegen gute Erfahrungen vor. Das Thema „Kooperation“ spielt bei den Gebäudebrütern eine wichtige Rolle, da Hauseigentümer als Partner für Schutzmaßnahmen benötigt werden. So nutzten z.B. auch die Naturfreunde mit Unterstützung des NABU die Gelegenheit der Sanierung ihrer Vereinsgebäude am Heeper Meierteich zum Anbringen einer ganzen Reihe von Quartieren für Fledermäuse, Mauersegler, Haussperlinge, Gebirgsstelzen u.a. Nicht zuletzt wurde der Trägerverein Naturbad Brackwede e.V. beraten, welche Nisthilfen auf dem Gelände angebracht werden sollten.

 

Neben Privatpersonen oder Vereinen sind die BGW (Bielefelder Gesellschaft für Wohnen, ehem. Bielefelder Gemeinnützige Wohnungsgesellschaft) ein weiterer wichtiger NABU-Partner, bei deren Gebäudesanierungen nicht nur Mehlschwalben (s.d.), sondern auch weitere Gebäudebrüter gefördert werden sollen. Kooperationen mit weiteren Wohnungsgesellschaften sind ausdrücklich erwünscht!

 

Nisthilfen für weitere Höhlenbrüter und Fledermäuse hat der NABU an verschiedenen Biotopen im Stadtgebiet aufgehängt, z.B. am Köckerhof und in der Dankmarsch. Darunter sind zahlreiche Quartierkästen für Fledermäuse. Bei dieser Tiergruppe beschränken sich unsere Maßnahmen bislang weitgehend auf das Vereinsgrundstück an der Wiesenstraße einschl. des näheren Umfeldes sowie auf Privatgärten bzw. –häuser der Vereinsmitglieder. Außerdem verfügt der NABU über Informationsmaterialien, das interessierten Fledermausfreunden gerne zur Verfügung gestellt wird. Weitere Auskünfte und Hilfestellungen zu Fledermäusen sind bei den Biologischen Stationen und im städtischen Umweltamt verfügbar. Mit dem Umweltamt sind gemeinsame Aktivitäten zur Pflege von Winterquartieren in Bielefeld angedacht.

Fotos: A. Schäfferling (Mauersegler, Dohle, Haussperling, Bachstelze, Haus- und Gartenrotschwanz), D. Wegener (Grauschnäpper), E. Menz (Breitflügelfledermaus, NABU-Pressefoto), A. Becker (Braunes Langohr, Zwergfledermaus)

Steuerlich absetzbar!
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